Die strukturierte Testumgebung für digitale Batteriepässe

Die Testumgebung unterstützt Stakeholder bei der Validierung von Battery-Passport-Implementierungen. Die Plattform verbindet Datenvalidierung mit praxisnaher Erprobung, sodass Anforderungen an Compliance und Interoperabilität frühzeitig und zuverlässig geprüft werden können.

Projektpartner

Partner mit zentraler Verantwortung in Konzeption und Umsetzung.

Assoziierte Partner

Organisationen, die das Projekt begleitend mit Expertise unterstützen.

Was ist der digitale Batteriepass?

Bestimmte Batterien bekommen künftig einen digitalen Ausweis: einen Datensatz, der sie über ihr gesamtes Leben begleitet, von der Herstellung bis zum Recycling. Er hält fest, woraus die Batterie besteht, woher die Rohstoffe stammen, wie groß ihr CO2-Fußabdruck ist und in welchem Zustand sie sich befindet – maschinenlesbar und über standardisierte Schnittstellen abrufbar. Verpflichtend ist er durch die Verordnung (EU) 2023/1542 für Traktionsbatterien, Batterien für leichte Verkehrsmittel sowie Industriebatterien über 2 kWh, sobald diese ab dem 18. Februar 2027 in der EU in Verkehr gebracht werden.

Was die Verordnung vorgibt

Pflicht ab
18. Februar 2027
Betroffene Batterien
Traktionsbatterien für Elektrofahrzeuge, Batterien für leichte Verkehrsmittel, sonstige Industriebatterien über 2 kWh, stationäre Industriebatterien über 2 kWh
Rechtsgrundlage
Verordnung (EU) 2023/1542 (EU-Batterieverordnung); Rahmen: Ökodesign-Verordnung (EU) 2024/1781
Schnittstellen-Normen
CEN/CENELEC JTC 24, EN 18216 bis EN 18223; die Lifecycle-API ist in EN 18222 definiert

Was ist BatteryPass Ready?

BatteryPass Ready ist ein Forschungsprojekt: Es macht die Umsetzung des digitalen Batteriepasses praktisch erprobbar. Getragen wird es von TU Berlin, Fraunhofer IPK, acatech und GEFEG, begleitet von bitkom, ZIV, VDA und VDMA.

Die BatteryPass Ready Testumgebung

TU Berlin
Definiert die Testszenarien (User Stories)
Fraunhofer IPK
Wandelt die Testszenarien in maschinenlesbaren Code um
acatech
Verwaltet das Datenmodell und die Schema-Dateien für die Validierung
GEFEG
Entwickelt und betreibt die Testplattform, auf der Sie validieren und testen

Die Testumgebung prüft Ihre Batteriepass-Daten gegen das offizielle Datenmodell und testet die Lifecycle-API Ihrer Implementierung mit vordefinierten Testfällen, automatisiert, protokolliert und kostenlos nutzbar.

Dafür ist die BatteryPass Ready Testumgebung gebaut

  • Vollständigkeit der Passdaten validieren (Plausibilitätsprüfung in Vorbereitung)
  • Systemfunktionen, Konsistenz und Interoperabilität prüfen
  • Abweichungen von den Anforderungen der Verordnung früh sichtbar machen
  • Die eigene Implementierung testbar und damit einfacher machen

Was die BatteryPass Ready Testumgebung abdeckt

Validierungsschemata
Mehrere Schemata für die unterschiedlichen Batteriekategorien und Varianten der Verordnung
Simulierte Rollen
Economic Operator und Backup Provider
Datengrundlage
BatteryPass-Ready Data Attribute Longlist V2.0

Zur Nutzungsdokumentation

Häufige Fragen

Kurze Antworten auf die Fragen, die uns zum Batteriepass und zu dieser Testumgebung am häufigsten gestellt werden – mit Verweis auf die Verordnung, wo diese maßgeblich ist.

Ist BatteryPass Ready ein Produkt oder ein Forschungsprojekt?

Ein Forschungsprojekt. Getragen wird es von TU Berlin, Fraunhofer IPK, acatech und GEFEG, begleitet von bitkom, ZIV, VDA und VDMA. Die BatteryPass Ready Testumgebung ist das technische Ergebnis daraus: bereitgestellt von der GEFEG mbH und kostenlos nutzbar.

Wofür brauche ich eine Testumgebung für den Batteriepass?

Sehr komplexe, teilweise unklar definierte und sich häufig noch ändernde Anforderungen machen die Implementierung eines formal korrekten Produktpasssystems in der EU aktuell zu einer großen Herausforderung. Das Projekt will genau hier helfen: Es unterstützt die beteiligten Akteure mit Guidance und dieser Testumgebung bei der korrekten Implementierung.

Was kann ich in der Testumgebung konkret prüfen?

Zwei Dinge. Die Datenvalidierung prüft eine Passport-JSON-Datei auf Vollständigkeit gegen die im Projekt erstellten Batteriepass-Schema-Dateien von acatech. Der Systemtest prüft die laufende Implementierung eines DPP-Systems über die Lifecycle-API und einen Test-Adapter, auf Funktionen, Konsistenz und Interoperabilität.

Wie läuft ein Systemtest ab?

In vier Schritten: konfigurieren (Rolle, Lifecycle-API-Endpunkt, Test-Adapter-Endpunkt), Testfall auswählen (zum Beispiel BringProductPassportToMarket), Ausführung starten, Ergebnis prüfen. Die Umgebung vergleicht erwartete mit tatsächlichen Antworten und protokolliert jeden Schritt nachvollziehbar. Tiefergehende Informationen finden Sie in der Nutzungsdokumentation.

Ab wann ist der Batteriepass Pflicht?

Ab dem 18. Februar 2027. Von diesem Datum an braucht jede Traktionsbatterie, jede Batterie für leichte Verkehrsmittel und jede Industriebatterie über 2 kWh einen digitalen Batteriepass nach Verordnung (EU) 2023/1542, sobald sie in der EU in Verkehr gebracht wird.

Welche Batterien brauchen einen Batteriepass?

Vier Kategorien: Traktionsbatterien für Elektrofahrzeuge, Batterien für leichte Verkehrsmittel, sonstige Industriebatterien über 2 kWh und stationäre Industriebatterien über 2 kWh. Für diese Kategorien hält die Testumgebung passende Validierungsschemata bereit.

Welche Normen definieren die Schnittstellen des Batteriepasses?

Die Normenfamilie CEN/CENELEC JTC 24, EN 18216 bis EN 18223. EN 18222 beschreibt die Operationen der Lifecycle-API, darunter ReadDPPById, CreateDPP und UpdateDPPById. Die Testfälle dieser Umgebung folgen diesen Operationen.

Was kostet die Nutzung der Testumgebung?

Nichts. Datenvalidierung und Systemtests setzen ein Benutzerkonto voraus, Lizenz- oder Nutzungsgebühren fallen dafür aber nicht an.

Ist ein bestandener Test eine Konformitätsbestätigung?

Nein. Die Testumgebung ist eine Beta-Version aus einem Forschungsprojekt: Sie unterstützt Entwicklung und Erprobung, kann aber nicht garantieren, dass ein System, das die Prüfungen besteht, vollständig konform ist. Die Ergebnisse sind orientierendes Feedback, keine Zertifizierung.

Was ist der Unterschied zwischen Batteriepass und digitalem Produktpass?

Der digitale Produktpass (DPP) ist der allgemeine Rahmen aus der Ökodesign-Verordnung (EU) 2024/1781. Der Batteriepass ist der erste produktspezifische Pass, der verpflichtend wird. Er ist in der Verordnung (EU) 2023/1542 definiert und gilt zeitlich vor allen anderen Produktgruppen.

Früh validieren und Integrationsrisiken reduzieren

Die Umgebung ist für Early-Access-Iteration ausgelegt: kontinuierlich testen, Feedback teilen und die DPP-Implementierung gegen kommende Anforderungen verbessern.

Interesse an BatteryPass-Ready?

Lassen Sie uns ins Gespräch kommen: Nutzen Sie dieses Formular für Ihre Anfrage und den ersten Kontakt. Wir melden uns zeitnah bei Ihnen.